Virtual Classrooms – Can you hear me?

21 07 2010

(oder: Während Caro im Urlaub ist, mal zu etwas anderem…)

Da man in letzter Zeit immer mehr von den Webinaren, Virtual Classrooms, Online-Seminars oder -Lectures (Anglizismen lassen grüßen!) überhäuft wird, habe ich mich gerade mal wieder gefragt, wie die Qualität denn so inzwischen ist. Alle paar Monate teste ich das eine oder andere aus, aber so wirklich einwandfrei funktionierte bislang nichts. Jedenfalls nicht, wenn es um die Krönung der Szenarien geht: Audio, Video, Desktop Sharing mit bewegtem Bild. Auch sonst denke ich bei manchen Systemen, dass ich es niemandem zutrauen könnte, seine Technik für die Teilnahme ganz ohne persönliche Hilfe vor Ort einzurichten.

Gerade eben habe ich ein Webinar entnervt verlassen, weil der blecherne Ton der Sprecherin nach einer halben Stunde irgendwann unerträglich wird (bei 35 Teilnehmern). Währenddessen habe ich kurz recherchiert, was denn gerade so uptodate ist: AdobeConnect, WebEx, GoToWebinar und Spreed. Mit den ersten drein habe ich so meine Problemchen. Bei letzterem habe ich mich vor ein paar Jahren mal angemeldet und fand es sehr vielversprechend. Jetzt würde ich es gern noch mal testen.

Hat jemand von Euch Lust, einmal per Spreed zu konferieren und die Funktionen auszuloten? 3 Personen gehen ja kostenlos. Wenn’s mehr sind, wäre es sicherlich überlegenswert, in eine Sitzung zu investieren, um diese für zukünftige Vorhaben (z.B. im Rahmen von campuseducation, der Schwester von campusemerge) zu testen. Zeitraum August/September. Freiwillige bitte in den Kommentarbereich 🙂





Praxisbericht Web 2.0-Einsatz: Sarah Niemeier

14 07 2010

Welche Web 2.0-Anwendung(en) haben Sie bereits in einer oder mehrerer Ihrer Lehrveranstaltungen eingesetzt?
– Wiki
– Screenrecording-Werkzeuge – für Lern-Tutorials (selbst erstellt)
– StudIP

Wie haben Sie diese Anwendung in Ihrer Veranstaltung eingesetzt? Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Wiki: Zur Erarbeitung von Übersichtstexten zu verschiedenen Themen in einem Blended-Learning-Seminar. Zuerst wurden in Präsenzveranstaltungen Themen verteilt und Gruppen gebildet. Anschließend recherchierten die Gruppen in Eigenarbeit nach themenbezogener Literatur, die Sie während einer Online-Phasen zu einen Wiki-Artikel zusammenfassten und das Themengebiet insgesamt im Wiki aufbereiteten. Abschließend gab es eine Rückmeldephase, eine Lernphase und zum Schluss eine „Prüfungstermin“ mit den Wiki-Inhalten
Screenrecording-Werkzeuge: Mit Screen-Recording-Werkzeugen wurden von mir Tutorials erstellt, die der vertieften Auseinandersetzung mit statistischen Methoden dienen sollten. Sie wurden sozusagen nur als Zusatzmaterial in eine Veranstaltung hineingegeben.
StudIP: zur Datei-Ablage und Information über eine Veranstaltung

Wie haben Sie das, was Sie mit der/den Web 2.0-Anwendung(en) umgesetzt haben, vorher in der Veranstaltung bearbeitet?
Wiki: kurze Einführung und eigenes Experientieren mit den Funktionen im Wiki. Die theoretischen Inhalte, die später im Wiki von den Studierenden erarbeitet wurden, wurden überblicksartig kurz (10 Minuten) vorgestellt.
Die Inhalte der Screenrecording Werkzeuge (SW) wurden im Seminar theoretisch und praktisch genau erläutert, im SW dann nur zusammengefasst wiederholt. Bei den Materialien aus dem StudIP war es ähnlich

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den Studierenden über Web 2.0-Anwendungen empfunden?
Die Studierenden waren zunächst skeptisch, aber offen die neuen Methoden auszuprobieren. Inhalte zu erarbeiten klappt sehr gut – Interaktivität in den Aktivitäten selten, es sei den Sie ist angeleitet und sehr konkret formuliert („kommentieren Sie bis nächsten Freitag Artikel XY bezüglich Z“).
Nachteilig empfand ich, dass Studierende (offenbar aus chronischem Zeitmangel) zunächst wenig im Wiki arbeiten, und erst kurz vor Ende der Abgabefrist jeder Aufgabe exzessiv im Wiki-Artikel schreiben.

Welches Feedback haben Sie von den Studierenden zum kollaborativen Arbeiten im Web in Ihrer Lehrveranstaltung erhalten?
Positives: flexibel: keine Anwesenheitspflicht, eigenes Tempo Inhalte zu erarbeiten und zu bearbeiten, wiederholtes Lernen möglich
Negatives: wenig direkte Rückmeldung von Seiten der Studierenden und Lehrenden (Rückmeldung war meist 1-2 Tage zeitversetzt)

Welche Vorteile haben sich aus der partizipativen Mitarbeit der Studierenden in Ihrer Lehrveranstaltung ergeben? Welchen Mehrwert sehen Sie für die Studierenden und/oder für sich? Welche Nachteile?
Studierende haben aktiv Inhalte erarbeite, die dauerhaft verfügbar sind – jeder kennt sich im Wiki aus und hat aktiv daran mitgemacht – die Motivation scheint höher das Wiki als Lernplattform zu nutzen. Als Mehrwert demnach ganz klar: Inhaltlicher Bezug zu allen Themen wird größer, weil die Studierenden selber für die Inhalte und die Art der Aufbereitung verantwortlich sind – und auch Verantwortung ggü. anderen Studierenden übernehmen
Nachteilig sehe ich den sehr hohen Betreuungsaufwand auf meiner Seite: Jedes Semester könnte ich das nicht leisten, da es doch schwieriger und aufwendiger ist, die Studierenden innerhalb eines solchen Seminars zufür kurzfristige Leistungen zu aktivieren (s.o.).

Welche Konsequenzen ziehen Sie selbst aus den von Ihnen gemachten Erfahrungen? Welche Verbesserungsmöglichkeiten sehen sie?
Ich geben kleinschrittige Ziele vor, die die selbstständige Entfaltung zwar etwas behindern, aber einen durchgehenden Arbeitsfluss garantieren.

Welche unterstützenden Maßnahmen beim Einsatz von Web 2.0-Anwendungen wünschen Sie sich? (Hiwis, Anleitungen, Beratung..)
Gut strukturierte übersichtliche Internetseiten, die Angebote zusammenfassen und Support bieten würden schon reichen

Welche zukünftigen Einsatzmöglichkeiten können Sie sich (konkret) für Ihre Lehrtätigkeit vorstellen? Wohin geht Ihrer Meinung nach die Gesamttendenz?
Ich setze immer mal wieder Web 2.0-Elemente ein – wenn es inhaltlich passt, die Gruppengröße angemessen ist (wir betreuen z.T. Seminare mit 60 Leuten – da kann ich ein Tutorial hinzugeben, eine Arbeit im Wiki wäre aber meiner Einschätzung nach undenkbar) und das Medium das richtige ist um den Inhalt rüber zu bringen. Die Gesamttendenz geht meiner Meinung nach dahin, dass Web 2.0-Angebote zusätzlich zu Lehrveranstaltungen angeboten werden (z.B. als Videomitschnitte oder Audioaufzeichnungen einer Lehrveranstaltung oder als Selbststudium und Selbstprüfmedium).
Ein reines Online-Seminar mit bis zu 10 Personen fände ich mal spannend.

Welche Fähigkeiten müssen die Studierenden mitbringen, um Web 2.0 für ihr Studium gewinnbringend einzusetzen? Welche Fähigkeiten benötigen sie selbst?
Sie sollten ein gutes Zeitmanagement mit sich bringen und etappenweise arbeiten können. Dazu Aufgabenstellungen eindeutig verstehen können (im Idealfall schon Kenntnisse in einem Fach haben, dann fällt es oft leichter sich inhaltlich in dem Feld zu bewegen) und zuverlässig abgesprochene Medien (z.B. für Rückfragen etc.) nutzen. Außerdem sollten Sie mutig genug sein, die Medien ausprobieren zu wollen und Fragen zu stellen!
Ich selber muss kompetent in der Handhabe des Werkzeugs sein, hinsichtlich der Aufgabenstellung konkret und eindeutig sein und zuverlässig Feedback geben.





Praxisbericht Web 2.0-Einsatz: Svenja Vozenilek

20 06 2010

Welche Web 2.0-Anwendungen haben Sie bereits im Rahmen Ihres Studiums verwendet? Welche wurden in einer/mehrerer Ihrer Lehrveranstaltungen eingesetzt?

Vor diesem Semester habe ich nur die üblichen Web 2.0-Anwendungen (für mich heißt das, das Benutzer wesentliche Inhalte beitragen können, also wäre z.B. Amazon so ganz knapp an der Grenze) wie Wikipedia passiv verwendet. In diesem Semester habe ich ein Seminar – Studieren im Mitmachnetz – was sich genau mit dem Thema auseinandersetzt, ich stell den Link zum Seminarblog mal hier rein, damit man sich besser vorstellen kann, was ich meine : http://blogs.zmml.uni-bremen.de/mitmachnetz/
Im Rahmen dieses Seminars benutze ich allerhand Web 2.0, ich blogge über meine Lernfortschritte und andere studienbezogene Inhalte, informiere mich über studienrelevante Neuigkeiten via RSS und verwende social bookmarking für meine Literatur. Dieses Seminar ist natürlich Web 2.0 at it’s best, ansonsten wurde in meinen Veranstaltungen bislang nur StudIP eingesetzt, in zwei Fällen wurde das Wiki darin benutzt.

Wie und wofür wurden die Web 2.0-Anwendungen in den Lehrveranstaltungen eingesetzt?

Das Gros meiner Veranstaltungen benutzt StudIP zur Weitergabe von Dateien, meist zu lesende Literatur, oft sollen die Studis ihre Bildschirmpräsentationen oder Handouts nach gehaltenen Referaten hochladen. Im Wiki sollten wir in einem Seminar tatsächlich gemeinsam an Artikeln arbeiten, um sie so zu optimieren. Im anderen Seminar sollte durch das Wiki eine (vermeintliche) Anonymität – wir sollten uns selbst zu einem ziemlich privaten Thema interviewen – gewahrt werden. Totaler Quatsch natürlich, aber die Dozentin ließ es sich nicht ausreden. Im Mitmachnetz-Seminar werden der Blog mit regelmäßigen Videos und Screencasts zur Inhaltsvermittlung, Twitter (für Eilmeldungen) und ein Forum zum Support benutzt.

Welche Hilfen erhielten Sie?

Meist gar keine, die Dozenten gehen davon aus, dass wir schon wissen, wie es funktioniert. Studierende sind aber nicht die homogene Gruppe von digital natives, für die sie von vielen Dozenten gehalten werden. Allerdings gibt es seit einiger Zeit eine StudIP-Sprechstunde, wo man Anwendungsfragen klären kann. Rühmliche Ausnahme auch hier wieder das Mitmachnetzseminar, in Videos und Screencasts wird alles mehr oder weniger gründlich erklärt, im Forum bekommt man recht zügig Rat von Dozenten, Tutoren oder anderen Seminarteilnehmern

Wie haben sie die Zusammenarbeit mit Lehrenden und wie mit anderen Studierenden und den/dem Lehrenden mittels der Web 2.0-Werkzeuge empfunden?

Sehr positiv, es stellte sich bei mir schnell das Gefühl von „in einem Boot sitzen“ ein. Die Asynchronität ist auch ein großer Vorteil, ich fühle mich sozial nicht so unter Druck gesetzt JETZT den geistreichen Einfall für die Diskussion zu haben,

Welche weiteren Einsatzmöglichkeiten sehen Sie für Web 2.0-Werkzeuge in Lehrveranstaltungen ihres Fachgebiets? Was würden Sie sich für Ihr Studium wünschen?

Man könnte über social bookmarking-Dienste gemeinsam Literatur sammeln und verwalten, in Blogs und Foren diskutieren oder gemeinsam zu erarbeitende Ausarbeitungen z:B. über Wikis organisieren (statt „ich schick Dir meinen Teil zu, wenn ich fertig bin“). In Bio müssen wir ziemlich oft Versuchsprotokolle schreiben, warum die nicht im Rahmen eines Projektblogs veröffentlichen? Klar gäbe es da wahrscheinlich einige, die schamlos bei anderen abkupfern würden, aber das passiert sowieso.

Welchen Mehrwert hat Ihnen der Einsatz von Web 2.0 in Lehreranstaltungen schon gebracht/welchen potentiellen Mehrwert sehen sie für sich und ihre Kommilitonen, aber auch für die Lehrenden?

Die Mitmachnetz-Veranstaltung läuft komplett online, das ist natürlich organisatorisch großartig, weil man, wie in der Werbung für die Veranstaltung so nett formuliert, studieren kann ,wann und wo man will’ – perfekt, wenn man wie ich durch den Nebenjob zeitlich stark eingeschränkt ist. Ansonsten kann man bei Diskussionen etc. leichter aufeinander Bezug nehmen; Fundstücke sind einfacher zu teilen. Eher zurückhaltende Menschen haben mehr Zeit und Raum, sich auszudrücken und werden nicht so leicht „überfahren“. Natürlich setzt das Ganze eine gewisse Motivation zum Mitmachen voraus.
Wenn Web 2.0 in Veranstaltungen eingesetzt wird, erlangt man zwangsläufig nebenbei eine gewisse Kompetenz in dem Bereich.

Welche Fähigkeiten benötigen die Lehrenden, um Web 2.0-Anwendungen in ihrer Lehre gewinnbringend einzusetzen? Welche Fähigkeiten benötigen Sie als Studierende?

Lehrende müssen schon selbst halbwegs fit in den Anwendungen sein, die sie einsetzen wollen und dürfen nicht erwarten, dass der Input da nur von den Studis kommt. Motivationsfähigkeit ist sicher gefragt, aber auch „traditionelle“ Veranstaltungen funktionieren nur gut, wenn viele Beteiligte motiviert sind und sich positiv einbringen. Abgesehen von einer gewissen technischen Kompetenz und der Offenheit für Neues auf beiden Seiten sehe ich nichts, was jetzt Web 2.0-spezifisch wäre.





Praxisbericht Web 2.0-Einsatz: Oliver Tacke

18 06 2010

(Dieser Praxisbericht von Oliver Tacke darf gerne kommentiert und diskutiert werden.)

Welche Web 2.0-Anwendung(en) haben Sie bereits in einer oder mehrerer Ihrer Lehrveranstaltungen eingesetzt?

Wirklich eingebunden habe ich nur ein Wikis und war beim Probeeinsatz von Twitter zumindest irgendwie involviert.

Wie haben Sie diese Anwendung in Ihrer Veranstaltung eingesetzt? Wie kam es zu dieser Entscheidung?

In einem Seminar wird derzeit ein Wiki eingesetzt, in dem die Studierenden gruppenweise öffentlich ihre Seminararbeiten verfassen. Die Idee, so wie ich sie kenne, stammt ursprünglich von Christian Spannagel, und ich wollte das einfach auch einmal ausprobieren.

Wie haben Sie das, was Sie mit der/den Web 2.0-Anwendung(en) umgesetzt haben, vorher in der Veranstaltung bearbeitet?

???

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den Studierenden über Web 2.0-Anwendungen empfunden?

Im Seminar läuft es bisher prima, wenngleich es ein Blended-Learning-Szenario ist und so die Zusammenarbeit nicht ausschließlich über das Wiki läuft.

Welches Feedback haben Sie von den Studierenden zum kollaborativen Arbeiten im Web in Ihrer Lehrveranstaltung erhalten?

Bisher: Die Einarbeitung in die Handhabung sei jedenfalls recht einfach – bis auf die Erstellung von Tabellen. Für das gemeinsame Erstellen von Arbeiten sei die Nutzung eines Wikis eine gute Idee, auch weil der Betreuer so zwischendurch immer mal drüberschauen kann.

Welche Vorteile haben sich aus der partizipativen Mitarbeit der Studierenden in Ihrer Lehrveranstaltung ergeben? Welchen Mehrwert sehen Sie für die Studierenden und/oder für sich? Welche Nachteile?

+ sinnvolles Werkzeug zur kollaborativen Erstellung von Texten
+ methodische Erfahrung im Web 2.0 (Wert an sich?)
+ kein Versionswirrwarr
+ Input von außen möglich, ermöglicht transdisziplinäres Arbeiten
+ Betreuer kann sehr einfach den gesamten Erstellungsprozess der Arbeit begleiten und nicht nur das Resultat begutachten; ggf. frühzeitiges Eingreifen möglich
+ erhöhte Motivation gerade dann, wenn Input von außen kommt – kein Schreiben „für die Schublade“
+ Plagiarismusgefahr könnte sinken – wer will sich schon öffentlich erwischen lassen
+ Lehrenden können im Prinzip drei Stufen abschreiten, je nach Erfahrung und Einstellung zur Grundidee (1. geschlossenes Wiki, sonst nichts anders als bei „klassischen Seminaren“; 2. zusätzlich den Prozess begleiten; 3. Wiki öffentlich mit Input von außen)

– Input von außen muss auch angeregt werden, von allein passiert da nichts; Betreuer muss über ein entsprechendes Kontaktnetz oder viel „Werbung“ machen
– Lehrender sollte natürlich Erfahrung mit Wikis haben
– Gefahr, aller Input kommt von außen und andere schreiben mehrheitlich die Arbeit (konnte aber bisher keinesfalls bestätigt werden, siehe „Werbeproblem“ oben)
– Könnte sehr viel Arbeit sein, wenn man sich sehr in den Begleitungsprozess reinhängt (kann aber jeder Dozent flexibel für sich entscheiden)

Welche Konsequenzen ziehen Sie selbst aus den von Ihnen gemachten Erfahrungen? Welche Verbesserungsmöglichkeiten sehen sie?

Klappt sehr gut, würde ich wieder so machen. Eventuell noch weitere Betreuer ins Boot holen, da man dann den Entstehungsprozess besser begleiten kann, aber den kann jeder, wie gesagt, flexibel steuern.

Welche unterstützenden Maßnahmen beim Einsatz von Web 2.0-Anwendungen wünschen Sie sich? (Hiwis, Anleitungen, Beratung..)

Ich wäre fit 🙂

Welche zukünftigen Einsatzmöglichkeiten können Sie sich (konkret) für Ihre Lehrtätigkeit vorstellen? Wohin geht Ihrer Meinung nach die Gesamttendenz?

Ist prinzipiell unabhängig vom Fach, sollte also auch auf andere Veranstaltungen übertragbar sein. Kann man eventuell auch in Vorlesungen oder Übungen einbauen (gemeinsam zunächst Themen bearbeiten und dann von den Studierenden vorstellen lassen).

Welche Fähigkeiten müssen die Studierenden mitbringen, um Web 2.0 für ihr Studium gewinnbringend einzusetzen? Welche Fähigkeiten benötigen sie selbst?

Die Studierenden konnten sich problemlos die Bedienung des Wikis selbst aneignen. Allgemein: Potenziale erkennen, die im Web 2.0 stecken – selbst Inhalte produzieren, Wissen mit anderen teilen und neues konstruieren und dabei selbst lernen. Setzt aber sicher oft eine Einstellungsänderung der Lehrenden voraus.





Praxisbericht Web 2.0-Einsatz: Sandra Hofhues

16 06 2010

(Dieser Praxisbericht von Sandra Hofhues darf gerne kommentiert und diskutiert werden.)

Welche Web 2.0-Anwendung(en) haben Sie bereits in einer oder mehrerer Ihrer Lehrveranstaltungen eingesetzt?
– Weblogs
– Twitter
– Podcasts
– E-Portfolios
– Social Bookmarking

Wie haben Sie diese Anwendung in Ihrer Veranstaltung eingesetzt? Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Man muss sicher nach den Tools unterscheiden; Weblogs dienen in meinen Seminaren zur Reflexion von Einzel-, vor allem aber Gruppenarbeitsprozessen und auch zur Dokumentation von Lernergebnissen. Twitter dient bei mir vorwiegend dazu, rasch zu informieren, vor allem passende Links zu verbreiten. Mitunter wird soziale Präsenz über Twitter gezeigt, d.h. Studierende werden durch mich als Dozentin motiviert (gelobt, unterstützt etc.). Podcasts dienen dazu, Lernergebnisse „einmal anders“ aufzubereiten; sie können audio- oder auch videobasiert sein. E-Portfolios werden bei uns im Begleitstudium Problemlösekompetenz eingesetzt, um Lernerfahrungen zu sammeln, zu dokumentieren und schließlich auch zu bewerten. Ein Teil des E-Portfolios ist dabei öffentlich. Social Bookmarks nutze ich als digitale Reader für meine Lehrveranstaltungen, da die meisten Quellen inzwischen über das Web verfügbar sind (ich lehre viel zu Web 2.0, da liegt das nahe).

Wie haben Sie das, was Sie mit der/den Web 2.0-Anwendung(en) umgesetzt haben, vorher in der Veranstaltung bearbeitet?
Da die Tools meist zur Unterstützung des Lernprozesses dienen, werden die Studierenden sehr gezielt auf den Medieneinsatz vorbereitet – und zwar in der Präsenzsituation mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den Studierenden über Web 2.0-Anwendungen empfunden?
Die Zusammenarbeit verhält sich von Seminar zu Seminar unterschiedlich und auch die Tools „funktionieren“ unterschiedlich gut. Tendenziell klappt der Austausch von Informationen gut – dies sind die Studierenden gewohnt und passt in ihr Bild von Universität. Komplizierter wird es, sobald Reflexions- und Gruppenaustauschprozesse angestoßen werden sollen. Hierin wird zunächst kein Sinn gesehen bzw. es ist erhebliches Eingreifen durch Lehrende/Tutoren notwendig.

Welches Feedback haben Sie von den Studierenden zum kollaborativen Arbeiten im Web in Ihrer Lehrveranstaltung erhalten?
Die meisten Studierenden stehen dem Einsatz von Web 2.0-Tools sehr kritisch gegenüber; nur wenige melden zurück, dass sie auf neue Recherchewege gestoßen sind oder mehr als in klassischen Seminaren von der Lehrveranstaltung „mitnehmen“. Selten, aber doch immer mal wieder kommt es vor, dass die Studierenden fortan Tools in anderen Veranstaltungen nutzen wollen (z.B. Blogs).

Welche Vorteile haben sich aus der partizipativen Mitarbeit der Studierenden in Ihrer Lehrveranstaltung ergeben? Welchen Mehrwert sehen Sie für die Studierenden und/oder für sich? Welche Nachteile?
Aus meiner Sicht liegt ein Vorteil darin, dass sich der Aufwand für die Bearbeitung von Fragestellungen für die Studierenden verteilt; für die Lehrenden wird es erleichtert, Lernprozesse (ggü. -ergebnissen) zu bewerten. Außerdem können insbesondere Projektarbeiten optimal durch E-Learning begleitet werden.

Welche Konsequenzen ziehen Sie selbst aus den von Ihnen gemachten Erfahrungen? Welche Verbesserungsmöglichkeiten sehen sie?
Aus meiner Sicht ist es wichtig, immer mit den Studierenden in engem Kontakt zu sein und sich mit ihnen über Sinn und Unsinn bestimmter Werkzeuge auszutauschen. Auf diese Weise fällt es einem leichter, die eigenen Vorstellungen mit denen der Studierenden abzugleichen. Wichtig ist mir zudem, die Studierenden über die Öffentlichkeit bestimmter Tools aufzuklären, damit sie diese entsprechend (vorsichtig) nutzen.

Welche unterstützenden Maßnahmen beim Einsatz von Web 2.0-Anwendungen wünschen Sie sich? (Hiwis, Anleitungen, Beratung..)
Da ich mich einigermaßen gut mit Web 2.0-Anwendungen auskenne, benötige ich nur manchmal technischen Suppport bzw. entsprechende Serverplätze.

Welche zukünftigen Einsatzmöglichkeiten können Sie sich (konkret) für Ihre Lehrtätigkeit vorstellen? Wohin geht Ihrer Meinung nach die Gesamttendenz?
In meinen Lehrveranstaltungen sind E-Learning-Elemente fester Bestandteil. Allerdings sehe ich nicht, dass dies abseits unserer Insel (Institut für Medien und Bildungstechnologie/Universität Augsburg) bereits etabliert wäre. Hier ist viel Überzeugungsarbeit nötig, die sicher noch Jahre braucht, um entsprechende Werkzeuge für den Einsatz in der Lehre zu etablieren.

Welche Fähigkeiten müssen die Studierenden mitbringen, um Web 2.0 für ihr Studium gewinnbringend einzusetzen? Welche Fähigkeiten benötigen sie selbst?
Studierende sind in der Regel technisch gut in der Lage, bestimmte Tools zu benutzen. Sie benötigen zwar, wie fast alle, kurze Einführungen, können sich „den Rest“ dann aber selbst beibringen. Wichtiger scheint mir, dass die Studierenden lernen, kritisch mit der Öffentlichkeit und den eigenen Daten umzugehen. Unter welchen Bedingungen die Werkzeuge „gewinnbringend“ sind, kann man wohl nur auf Individualebene sagen. Vermutlich spielt eine Rolle, inwiefern die Studierenden intrinsisch und auch extrinsisch zum Einsatz motiviert sind/werden. Ich selbst versuche, nicht stehen zu bleiben, d.h. mich ständig über neue Entwicklungen im E-Learning auf dem Laufenden zu halten und gleichzeitig den Mut zu bewahren, permanent neue Werkzeuge auszuprobieren (auch auf die Gefahr hin, hin und wieder mit dem Medieneinsatz zu scheitern).





Artikel über Web 2.0 mit Web 2.0 verfassen – und mit Euch!

14 06 2010

Wie sich in der Diskussion um unseren letzten Blogpost gezeigt hat, sind die Erwartungen und Erfahrungen unter Lehrenden, Studierenden und E-Learning-„Unterstützern“ sehr unterschiedlich. Passend wie die Faust aufs Auge fiel zu diesem Thema der Call for Papers der Zeitschrift MedienPädagogik in die Hände. Einreichen soll man Artikel zum Thema „Partizipationschancen im Kulturraum Internet nutzen und gestalten –Das Beispiel Web 2.0„.

Nun ist über das Thema Web 2.0 sowohl im Hochschulkontext als auch in anderen Zusammenhängen schon viel geschrieben worden – und darum möchten wir mit Eurer Hilfe einen Artikel einreichen, der Web 2.0 nicht nur thematisiert, sondern auch beinhaltet. Denn was könnt näher am Thema sein, als einen Artikel zum Thema Web 2.0 mit Web 2.0-Möglichkeiten zu erarbeiten?
Unser konkreteres Thema ist (natürlich) der Einsatz von Web 2.0 im Hochschulkontext, genauer:

Praxiserfahrungen mit Partizipation im Netz im Hochschulkontext

und daraus folgend: hemmende und förderliche Faktoren für die Realisierung des Web 2.0-Einsatzes im Hochschulkontext sowie die dafür erforderlichen Kompetenzen. Das bedeutet, dass wir einerseits eine theoretische Fundierung in diesem Artikel haben, aber auch Praxiserfahrungen von Lehrenden und Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen sowie E-Learning-Einrichtungen einbeziehen möchten. Schön wäre es natürlich, wenn sich eine bunte Mischung aus diesen Personen- und auch Fachgruppen ergeben würde – wir freuen uns über jeden, der mitmachen möchte!

Was genau haben wir vor – und wie?

Wir möchten in diesem Blog unseren Artikel schreiben – und ihr spielt die wichtigste Rolle dabei.  Das alles soll in mehreren Schritten geschehen.

Schritt 1 – ab sofort:
Los geht es mit dem Sammeln von Praxiserfahrungen. Teilt uns Eure Praxiserfahrungen mit Web 2.0-Einsatz in der Hochschule aus Lehrenden- oder Studierenden- oder Beratersicht mit, indem Ihr Euch an den für Euch relevanten Leitfragen weiter unten orientiert und einen Kommentar zu diesem Artikel verfasst. Wir arbeiten parallel am „Theorieteil“ des Artikels, den wir ebenfalls zur Diskussion stellen.

Schritt 2 – ab sofort:
Eure Berichte stellen wir als jeweils eigenen Blogbeitrag mit Verweis auf Euren Namen (je nach Wunsch Euren echten oder Euren Alias-Namen) unter der Kategorie „Praxisberichte“ hier in unseren Blog ein. So können die anderen Blogleserinnen und Blogleser Rückfragen stellen, kommentieren und diskutieren.

Schritt 3 – [tba]:
Wir sortieren und strukturieren Eure Beiträge und fassen Sie in Unterkategorien zusammen. Anschließend sind die Autoren der ursprünglichen Beiträge dazu aufgerufen, aufgrund der gesammelten Fragen, Kommentare und Diskussionen zu Ihren Beiträgen diese zu verändern oder zu ergänzen.

Schritt 4 – [tba]:
Wir stellen den Artikel zusammen und reichen ihn ein. Natürlich werden alle Mit-Autorinnen und -Autoren entsprechend namentlich genannt und gewürdigt, es sei denn, sie möchten das nicht.

Unsere erste Bitte an Euch ist also: Verfasst einen Text, in dem Ihr Eure Erfahrungen mit Web 2.0 im Hochschulkontext beschreibt und erläutert. Pickt Euch dazu die entsprechenden Leitfragen, die für eure Personengruppe passen, heraus. Tragt die Information auch weiter und bittet Euch bekannte Lehrende oder Studierende, sich zu beteiligen – denn Web 2.0 lebt bekanntlich vom Mitmachen!

Leitfragen

– für Lehrende

  • Welche Web 2.0-Anwendung(en) haben Sie bereits in einer oder mehrerer Ihrer Lehrveranstaltungen eingesetzt?
  • Wie haben Sie diese Anwendung in Ihrer Veranstaltung eingesetzt? Wie kam es zu dieser Entscheidung?
  • Wie haben Sie das, was Sie mit der/den Web 2.0-Anwendung(en) umgesetzt haben, vorher in der Veranstaltung bearbeitet?
  • Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den Studierenden über Web 2.0-Anwendungen empfunden?
  • Welches Feedback haben Sie von den Studierenden zum kollaborativen Arbeiten im Web in Ihrer Lehrveranstaltung erhalten?
  • Welche Vorteile haben sich aus der partizipativen Mitarbeit der Studierenden in Ihrer Lehrveranstaltung ergeben? Welchen Mehrwert sehen Sie für die Studierenden und/oder für sich? Welche Nachteile?
  • Welche Konsequenzen ziehen Sie selbst aus den von Ihnen gemachten Erfahrungen? Welche Verbesserungsmöglichkeiten sehen sie?
  • Welche unterstützenden Maßnahmen beim Einsatz von Web 2.0-Anwendungen wünschen Sie sich? (Hiwis, Anleitungen, Beratung..)
  • Welche zukünftigen Einsatzmöglichkeiten können Sie sich (konkret) für Ihre Lehrtätigkeit vorstellen? Wohin geht Ihrer Meinung nach die Gesamttendenz?
  • Welche Fähigkeiten müssen die Studierenden mitbringen, um Web 2.0 für ihr Studium gewinnbringend einzusetzen? Welche Fähigkeiten benötigen sie selbst?

– für Studierende

  • Welche Web 2.0-Anwendungen haben Sie bereits im Rahmen Ihres Studiums verwendet? Welche wurden in einer/mehrerer Ihrer Lehrveranstaltungen eingesetzt?
  • Wie und wofür wurden die Web 2.0-Anwendungen in den Lehrveranstaltungen eingesetzt?
  • Welche Hilfen erhielten Sie?
  • Wie haben sie die Zusammenarbeit mit Lehrenden und wie mit anderen Studierenden und den/dem Lehrenden mittels der Web 2.0-Werkzeuge empfunden?
  • Welche weiteren Einsatzmöglichkeiten sehen Sie für Web 2.0-Werkzeuge in Lehrveranstaltungen ihres Fachgebiets? Was würden Sie sich für Ihr Studium wünschen?
  • Welchen Mehrwert hat Ihnen der Einsatz von Web 2.0 in Lehreranstaltungen schon gebracht/welchen potentiellen Mehrwert sehen sie für sich und ihre Kommilitonen, aber auch für die Lehrenden?
  • Welche Fähigkeiten benötigen die Lehrenden, um Web 2.0-Anwendungen in ihrer Lehre gewinnbringend einzusetzen? Welche Fähigkeiten benötigen Sie als Studierende?

– für MitarbeiterInnen in E-Learning-Einrichtungen

  • Welche Web 2.0-Anwendungen werden an Ihrer Hochschule bereits eingesetzt?
  • Für was und in welchem Zusammenhang (Lehre, Zusammenarbeit in der Verwaltung…) werden diese Anwendungen eingesetzt?
  • Welches Unterstützungsangebot beim Einsatz von Web .20 in der Lehre oder im Studium bieten Sie Lehrenden und Studierenden an Ihrer Hochschule an? (Beratung, Hilfen, Screencasts…)
  • Welche Anfragen/Nachfrage und welches Feedback erhalten Sie von Lehrenden und Studierenden bezüglich der Nutzung von Web 2.0 im Hochschulleben?
  • Welche Erfahrungen haben Sie bei der Zusammenarbeit mit Lehrenden, welche bei der Zusammenarbeit mit Studierenden während des Einsatzes von Web 2.0-Anwendungen?
  • Welche Fähigkeiten müssen Lehrende mitbringen/erwerben, welche Studierende, um Web 2.0 im Hochschulalltag sinnvoll einsetzen zu können?